Festival 2009




 

Bilder: Gerhard Schmitt

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BFF SPIELFILM     Mai 2009
ERGEBNISSE UND WEITERMELDUNGEN
 
Nr. Titel Autor Club Medaille Weiterm.
1 Ruhe Holger Löwe Monte Video Rostock SILBER DAFF
2 Des Teufels Griller oder wie ich zum Käsekrainer wurde David M. Lorenz SILBER Archiv
3 Der Dschungel ruft Georg Hahn Filmclub Regensburg
4 Fleisches Lust Eric Grun Film- und Videoclub Landshut SILBER DAFF
5 Gefährliche Beichte Ute + Peter Riecken VFC Rendsburg BRONZE
6 Ana Pascal Schröder BRONZE Archiv
7 Immi halt mal Ralf Kloda BSW Filmgruppe Dortmund
8 Morgenstimmung Josef Pettinger FC Teck e.V. SILBER Archiv
9 Sein Kreuz Harald Lorenz EM BRONZE
10 (K)ein Tag wie jeder andere Roland Jungnickel Reutlinger Filmclub BRONZE Archiv
11 Martern aller Arten Valentin Klavsburg
12 Pech gehabt Fritz Jordan FVC Ansbach
13 Raketen - Dieter Ludwig Faber LAFC
14 Das Tina - Syndrom Volker Krieger Filmclub Dortmund BRONZE Archiv
15 Das Geschenk Ralf Kloda BSW Filmgruppe Dortmund BRONZE Archiv
16 Ticket to Tomato Isabella von der Weth u. Manfred Obermeyer Futura Film-Club Düsseldorf SILBER Archiv
17 Spülverderber Matthias Spehr Monte Video Rostock SILBER DAFF
18 Albtraum Gesundheitsreform Arbeitsgruppe Spielfilm im Film- und Videokreis Leverkusen GOLD DAFF
19 Die Fremde Peter O. Kellerer EM
20 Hallertau Rabea Spindler Film- und Videoclub Landshut GOLD DAFF
21 Raucher hilft Straße Wolfgang Kuhn EM BRONZE
22 BRÙ-CÉ-KAÉ! Holger Tressin Futura Film-Club Düsseldorf BRONZE
23 Das Handy Silvia Kaiser SILBER DAFF
24 Mord im Keller Erhard H. Franke Filmclub Frankfurt BRONZE
25 La nuit passée Eileen Byrne EM GOLD DAFF
26 Mir geht es gut Jakob Barton SILBER DAFF
27 Verhängnisvoller Kirschsaft Matthias Spehr Monte Video Rostock SILBER DAFF
28 Die Puppe Marcus Siebler Film- und Videoclub Landshut BRONZE Archiv
29 Ice Age war gestern Günter Böhm Video-AG Drais-Realschule Karlsruhe BRONZE Archiv


Bundesfilmfestival SPIELFILM 2009
Eine Betrachtung von Helga Plank / Frankfurt
„Die wollen nur spielen...“
Wenn eine Kulturdezernentin wie Rita Thies für ein Filmfestival eine Lanze bricht, ist
das schon an sich ein Glücksfall. Wenn sie ihre schöne Stadt als Unterstützerin
darstellt, ein weiterer. Sie würdigt damit ein Kulturereignis der besonderen Art, das
für Hessen von Jahr zu Jahr an Bedeutung gewinnt.
Die Kategorie SPIELFILM hat ein neues Zuhause. Das Forum, das die bedeutsame
Wiesbadener Leibniz-Schule dem nichtkommerziellen Filmschaffen bietet, ist ideal
und sein atmosphärisches Kino-Kellergewölbe vom Feinsten.
Christine Wilkerling, neue 1. Vorsitzende des Hessischen Landesverbandes,
interpretiert den Begriff SPIELFILM in ihrer Eröffnungsansprache so: „Ein Spiel mit
Identitäten, das Illusionen zulässt und die Zuschauer zu Komplizen macht. Guter
Spielfilm weckt Innovativkraft, lässt teilnehmen, fördert Kunstverständnis und weckt
Gefühle.“ Ein guter Spielfilm „schärft“ – um mit der auf diesem Festival erfreulich
vertretenen Jugend zu sprechen.
Apropos „schärft“…. „der beißt nicht, der will nur spielen“, könnte man scherzhaft
satirisch ableiten. Nein – bissig sind sie wirklich nicht, die Filminhalte. Das Themen-
Spektrum reicht von avantgardistisch bis kriminell, von komisch bis zartbitterrealistisch,
von flach bis poetisch. Äußerst erfrischend – ein Jugend-Film nach
klassischem Vorbild, „Verhängnisvoller Kirschsaft“, der erleben lässt, wie die Saat bei
den Filmschaffenden aufgeht.
29 eingereichte Filme galt es für die 5-köpfige Jury wahrzunehmen mit allen Sinnen
und nach Kriterien wie Idee, Stil, Ton, Atmo, Musik, Text, Bildgestaltung, Licht,
Kameraführung, Schnitt u.u.u. in 3 Medaillenkategorien einzuteilen, ein Unterfangen,
das von allen höchste Sensibilität fordert. Herbert DuBois – Eschborn / Agi
Fleischmann – Hirschaid / Jakob Fuhr – Mainz / Helmut Raatschen, Erftstadt / u. Eva
Schulmeyer – Ludwigsburg unter bester Strukturierung des Juryleiters Jürgen
Richarz aus Ennepetal wurden diesem Anspruch in souveräner Weise gerecht, wenn
auch ihre Bewertung 3 x Gold / 9 x Silber / 11 x Bronze und 6 x ohne als etwas
streng empfunden wurde. Von den 23 verliehenen Medaillen seien die 3 mit Gold
ausgezeichneten hier besonders erwähnt:
• Die Gemeinschaftsarbeit – Albtraum Gesundheitsreform – vom FVK-Leverkusen
• Von Rabea Spindler – Hallertau – vom FVC-Landshut
• Von Eileen Byrne – La nuit passèe –
6 Filme fielen leider durch das Raster und durften sich nur der Teilnahme erfreuen. 9
der 29 Filme erhielten eine Weitermeldungslizenz. Bei den bevorstehenden DAFF in
Hamburg wird dann weiter Schicksal gespielt Aus vollem Filmerherzen den
Gewinnern dieser Chance Glückwünsche und toi-toi-toi !
Dass Rahmenprogramme stimulierend wirken ist die Erfahrung aller Ausrichter. Dass
die außerfilmischen Bemühungen wie die um das leibliche Wohl denen der Autoren
nicht nachstehen sollen, ebenfalls. Was diese an Fantasie in ihre Filme stecken,
verbacken, salatieren und dekorieren viele hilfreiche Hände in Wiesbaden jeweils
auf‘s Appetitlichste. Unmöglich, ein solches Buffet zu ignorieren. Es verdient ein
Extra-Danke. Dasselbe gebührt der Technik, deren einwandfreies Funktionieren auf
gute Vorbereitung schließen lässt. Ein Bravo den Kollegen Ast und Seifert.
Eine Stadtrundfahrt als Pausenfüller hatte Erholungswert. Das
Begrüßungsprogramm am Freitagabend brachte Drive und Auftaktstimmung. Der
Samstagabend bei gutem Essen und Kuturprogramm – Gesang mit
Klavierbegleitung aus Musicals mit Monika und Michael Reuter – beste Stimmung mit
zusätzlichem Quiz-Vergnügen. Alles gut durchdacht und Filmerinteressen
entsprechend.
Die Tatsache, dass der BDFA den Amateur- gegen den Autoren-Status
einwechselte, hatte zur Folge, dass sich das Niveau der Filme aller Kategorien
gesteigert hat. Eine ermutigende Entwicklung, die Rainer Drews, Gesamtleitender
dieses Bundfilmfestivals, mit folgendem Zitat unterstreicht: „Lieber etwas weniger
Wettbewerbsfilme, dafür aber qualitativ hochwertigere….- Der gute Medaillenstand
der letzten Jahre lässt immerhin hoffen“ .Er und sein Nachfolger als langjähriger
Clubleiter in der Leibniz-Schule, Dr. Stefan Vogel, wissen, wovon sie sprechen,
orientiert sich doch ihr Filmkreis nicht nur an altbewährt Traditionellem sondern gibt
sich engagiert und progressiv in Richtung Nachwuchs.
In diesem Sinne – allzeit „Gut Licht“, insbesondere dieser Kategorie SPIELFILM !